Die Praktiken der maschinischen Indienstnahme verzahnen heute das permanente Online-Leben mit dem Imperativ des lebenslangen Lernens, und dies gemäß dem unauflöslichen Ineinanderfließen von individueller Unternehmensform und präindividuellen Affekten. Man ist nun immer stärker im Sinne eines komplexen Mit-Seins mit den sich beschleunigendne Maschinen vernäht, was regel(ge)recht ein Suchtverhalten induziert, das jedoch im Gegensatz zur Drogenabhängigkeit nicht den Selbstmord auf Raten befördert, vielmehr den Drang nach einem authentischen Leben auf Dauer mobilisiert. Wenn die Leute heute nach Intertnetsex, Teleshopping, Videogames und Automobilität (Jogging, Auto und Internet) süchtig werden, dann schießt der Wunsch nach Selbständigkeit und Authentizität mit der grandiosen Abhängigkeit von den Maschinen zusammen.