22.11.2015 - 18:24 [ Dagmar Henn/Vineyardsaker dV ]

Das Reich der Finsternis und der Wille zur Hoffnung

„Zum anderen braucht eine wirkliche Veränderung der Gesellschaft eine ganz andere Qualität der Überzeugung als ein Kreuzchen machen am Wahltag, eine ganz andere Form von Bewegung der Massen. Die Widerstände dagegen sind groß, schließlich geht es um die eigene Haut, an diesem Punkt ist Schluss mit lustig; und man sollte auch nicht erwarten, dass sich Menschen leichthin und bereitwillig darauf einlassen, wenn von zähem und erbittertem Kampf die Rede sein muss.“(…)
„Es ist aber weder diese unverhüllte Sympathie für den blanken Faschismus, die die Debatten innerhalb der deutschen Linken beherrscht, noch der völlig schamlose Geschichtsrevisionismus, schon gar nicht die ökonomische Krise und ihre Verbindung zum Krieg – es ist die schiere Vorstellung einer „Querfront“, die real nicht existiert, die unzählige Zeilen, Stunden, Gedanken verbraucht. Es sind die unklaren Gedanken der Krauses, die dabei zur Gefahr erklärt werden, während die klaren Interessen der Krupps hinter dem Horizont der Wahrnehmung verschwinden.“