(11.Juli) Der Anschlag geschah am 10. Oktober 2015 um 10:05 Uhr vor Ankaras Hauptbahnhof, an einem warmen Spätsommertag. Die islamisch-konservative Regierungspartei AKP des Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan hatte zuvor erstmals ihre parlamentarische Mehrheit verloren, in der Folge die Friedensgespräche mit der Kurdenguerilla PKK aufgekündigt und Neuwahlen angesetzt. Die Stimmung im Land war aufgeheizt. Hunderte Kurden wurden verhaftet, Kampfjets bombardierten PKK-Stellungen. Schwere Terroranschläge beunruhigten die Menschen. Ein Bündnis linker Parteien und Gewerkschaften mobilisierte deshalb zu der Demonstration für Frieden in Ankara, und Tausende kamen.