30.05.2016 - 03:12 [ Susann Witt-Stahl/M&R ]

»Closing all the Factories Down«

(Melodie und Rhythmus 3/2016) Niedrige Löhne, Erschöpfung werden beklagt, hier und da finden sich semantische Verweise auf die Entfremdung, die die Lohnarbeit unweigerlich mit sich bringt. Aber die Gegenentwürfe der meisten Popmusiker zu Ausbeutung und Zwang in der Arbeitswelt ragen selten über den Horizont des linkssozialdemokratischen Reformismus hinaus. Das Eingemachte des Kapitalismus – das Unrecht der privaten Aneignung gesellschaftlicher Arbeit und die Klassenherrschaft – wird nicht angerührt.