17.12.2010 - 07:32 [ ND ]

Castor blieb kurz vor dem Ziel stehen

Der letzte Atommülltransport des Jahres ist am Donnerstag ohne größere Zwischenfälle nach Vorpommern gerollt – bis kurz vor Lubmin.

Lubmin (Agenturen/ND). Der Zug brachte vier Castor-Behälter mit rund 2500 Brennstäben aus Forschungseinrichtungen des Bundes in Richtung des Zwischenlagers Nord bei Lubmin am Greifswalder Bodden. Kurz vor dem Ziel gelang es zwei Aktivisten der Umweltinitiative Robin Wood am frühen Abend, den Zug zu stoppen. Trotz starker Polizeipräsenz konnten sie sich südlich von Greifswald an die Bahngleise ketten.

Kommentar von Matti, 16. Dez 2010 22:57
Hochachtung
Als alter Mensch habe ich eine große Hochachtung vor den jungen Menschen, die durch die Demonstration, ihre Empörung gegen den verbrecherischen und unberechtigten Castortransport durch Sachsen-Anhalt zum Ausdruck brachten. Das hätte auch Böhmer tun müssen!
Man muss sich das einmal vor Augen führen. Da befiehlt eine Bundesregierung, ohne dem Protest des Parlamentes, dass ein hoch radioaktiver Atommülltransport quer durch die Republik gekarrt wird.
Kein Ministerpräsident protestiert dagegen, auch unser Altvater von Sachsen-Anhalt Böhmer nicht. Für mich ist das eine perverse Handlung.
Auch Böhmer gehört zu denjenigen, die die DDR als Unrechtstaat bezeichnet hat. Hat er das zu DDR-Zeiten auch öffentlich getan? Ich frage mich eigentlich, wie er (er war Arzt) einen Staat bezeichnet, der hoch radioaktiven Atommüll durch bewohnte Gebiete, ja durch eine Landeshauptstadt transportieren läßt. Ich als Bürger gehöre keiner Partei wie Böhmer an und bezeichne diese Art als die Handlungsweise eines menschenverachtenden Staates, also eines Unrechtstaates. Böhmer aber schweigt feige zu dieser Missetat.