Begründung:
Eine funktionierende Demokratie setzt Transparenz voraus – bei Volksabstimmungen wie bei Wahlen. Aber gerade bei Stuttgart 21 versuchen Befürworterparteien und Bahn Transparenz zu verhindern. So verschweigen sie Parteispenden von Firmen, die von Stuttgart 21 profitieren (tunnelbohrer.infooffensive.de/2013/07/warum-der-tunnelbohrer-ein-symbol-der-korruption-ist/), und versuchen mit allen Mitteln, die Bürger über die tatsächlichen Kosten des Immobilienprojekts im Unklaren zu lassen.
Zudem ist nach wie vor nicht geklärt, wer die zusätzlichen Baukosten von Stuttgart 21 tragen wird. Bund, Land, die Stadt Stuttgart und andere Vertragspartner weigern sich, und der Bahn fehlt dazu schlicht und einfach das Geld. Sollte sie die Baukosten dennoch vollständig und ersatzlos tragen, wird sie es an anderer Stelle einsparen müssen – am Schienennetz, am Personal, am Service. Zu diesem Problem hat keine Partei deutlich Stellung bezogen, obwohl sie dies gerade im Wahlkampf tun sollten.