(12.März) Vor der Revolution gab es Religiöse und Nicht-Religiöse, es gab Gläubige und solche, die dem Glauben auswichen, ihn mieden, ihm entflohen. Es gab keine Islam-Hasser. Die gibt es erst heute. Und sie finden sich vor allem bei den jungen aus regimenahen Familien, in jener Schicht der Neureichen, die durch gute Beziehungen und schwarze Geschäfte skandalös wohlhabend geworden sind.
Ihre Kinder haben vom Nahen erlebt, wie Religion zum Werkzeug der Heuchelei wurde; sie verzeihen es dem Islam nicht, wie es sich missbrauchen ließ. Und die zerschlagen nun die Heuchelei, indem sie radikal antiislamisch leben, mit Sex- und Drogenpartys an den Swimmingpools ausladender Villen und mit auftrumpfenden zur Schau gestellten Sportwagen.