Die USA verfügten über insgesamt 80 Militärstützpunkte in der Region, die meisten davon in Peru. Über die Errichtung habe es weder Diskussionen noch Befragungen der Bevölkerungen gegeben, US-nahe Regierungen hätten die Entscheidungen gemeinsam mit Washington getroffen. Die Stützpunkte seien „ein Instrument zur Festigung der Macht der USA“. Um sie abzuschaffen, brauche es eine große Kampagne und eine Mobilisierung mit der selben Kraft, die das von den USA angestrebte Projekt der Gesamtamerikanischen Freihandelszone (Alca) zu Fall brachte. Der damalige US-Präsident Georg W. Bush habe gedacht, er könne Alca beim Amerikagipfel im November 2005 als „das große nordamerikanische Projekt für das 21. Jahrhundert“ verankern. Er scheiterte jedoch an den großen sozialen Protesten und der Zurückweisung der Präsidenten Argentiniens (Néstor Kirchner), Brasiliens (Luiz Inácio Lula da Silva) und Venezuelas (Hugo Chávez), erinnerte Borón in seinem Vortrag vor meist jungen Zuhörern.