21.06.2016 - 20:09 [ Portal 21amerika.de ]

Bolivien und Chile tragen Streit um Wasserrechte nach Den Haag

Boliviens Präsident Evo Morales dagegen beharrt darauf, dass Silala eine Quelle sei, die auf bolivianischem Staatsgebiet entspringe. Er argumentiert, der Wasserlauf sei durch den Bau von Kanälen im 20. Jahrhundert zur exklusiven Nutzung des Wasser durch die chilenische Eisenbahngesellschaft The Antofagasta and Bolivia Railway Company Limited für den Betrieb von Dampflokomotiven auf der Strecke zwischen der nordchilenischen Stadt Antofagasta und Oruro im Westen Boliviens verändert worden. Nach der Ablösung der Dampflokomotive durch dieselbetriebene Lokomotiven seien die Nutzungsrechte an die umliegenden chilenischen Städte verkauft worden, die über ein Jahrhundert lang unrechtmäßig das Wasser des Silala genutzt hätten. Morales fordert daher, dass Chile die „historischen Schulden in Millionenhöhe“ anerkennt und diese zurückzahlt. „Wie kann es sein, dass Chile uns Wasser raubt und uns auch noch verklagt?“, empört sich der bolivianische Präsident.