Bevor Kanzlerin Merkel in der Nacht zum heutigen Dienstag in Addis Abeba eingetroffen ist, hat sie am gestrigen Montag Vereinbarungen mit dem nigrischen Staatspräsidenten Mahamadou Issoufou zum Ausbau der Militärkooperation und der Flüchtlingsabwehr getroffen. So wird die Bundesrepublik – als flankierende Maßnahme zur Einrichtung eines Militärstützpunkts in Niamey – den Ausbau des dortigen Flughafens fördern. Darüber hinaus wird sie der nigrischen Armee Lkws liefern und Beratung bei der Ausbildung nigrischer Soldaten leisten. …Während Bundeskanzlerin Merkel heute in Addis Abeba mit dem äthiopischen Ministerpräsidenten Hailemariam Desalegn über weitere Maßnahmen zur Flüchtlingsabwehr spricht, droht die Lage im Land gänzlich außer Kontrolle zu geraten. Genau davor hatten äthiopische Oppositionelle immer gewarnt. Berlin hingegen hat sich dadurch nie davon abhalten lassen, die stetige Repression der äthiopischen Regierung mit immer engerer politischer Kooperation zu honorieren.