(27.Oktober 2012) Als das Rosenhan Experiment in den U.S.A. 1973 landesweit bekannt wurde, waren die Auswirkungen auf das Establishment der psychiatrischen Medizin dramatisch. Das gesamte Instrumentarium, alle Analysetechniken und diagnostischen Methoden wurden in Frage gestellt. Das in der 1892 gegründeten “American Psychological Association” und 1921 gegründeten “American Psychiatric Association” organisierte Establishment der psychiatrischen Medizin in den U.S.A. war bis auf die Knochen blamiert.
Doch das Ergebnis war ein völlig anderes, als es sich die Außenseiter der psychiatrischen Medizin R.D. Liang und David Rosenhan vielleicht vorgestellt hatten. Anstatt z.B. die Umsetzungen von Verpflichtungen der Angestellten und Leiter der psychiatrischen Anstalten zu überprüfen, übernahm das Establishment der psychiatrischen Medizin in den U.S.A. die von Liang verwendeten und auf der “game theory” basierenden mathematischen Modelle.
Anstatt zu versuchen den Verstand von erkrankten Menschen zu verstehen und diese zu heilen, wurden nun auf Computermodellen und numerischen Statistiken basierende Formeln aufgestellt, die das Verhalten der Menschen als krank oder gesund einschätzten und somit automatisch diejenigen Personen, die es an den Tag legten. Ab Mitte der 70er Jahre wurden so durch das (weltweit äußerst einflussreiche) U.S.-psychiatrische Establishment eine ganze Reihe völlig neuer, bislang nie erkannter und verheerender Krankheiten entdeckt, wie “obsessive-compulsive disorder” (“Zwangsstörungen”), “hyperactivity” oder “attention deficit disorder” (“Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom”).
Über Aufmerksamkeitsdefizite ihrer neuen Kunden konnte sich die “American Psychological Association” auch später nicht beklagen. Nach Kriegsausbruch 2001 entwickelte deren Psychologen neue Foltermethoden für das U.S.-Militärlager in Guantanamo und die U.S.-Geheimgefängnisse weltweit.