08.04.2016 - 15:55 [ German Foreign Policy ]

Aufholjagd in Ostafrika

Kanzlerin Merkel hat sich nun beim Besuch des kenianischen StaatsprĂ€sidenten am Mittwoch fĂŒr neue AuftrĂ€ge fĂŒr deutsche Unternehmen in Kenia eingesetzt. Allein fĂŒr die Jahr 2014 bis 2016 stelle Berlin Nairobi Entwicklungshilfegelder in Höhe von 300 Millionen Euro zur VerfĂŒgung, erklĂ€rte Merkel; die Entwicklungshilfe mĂŒsse nun durch „Unternehmenskooperation“ ergĂ€nzt werden. Kenia sei „so etwas wie ein Ankerland“ fĂŒr die deutsche Wirtschaft. Man sei dabei bereit, neue GeschĂ€ftschancen mit neuen Angeboten zur Berufsbildung fĂŒr junge Kenianer zu verbinden.[9] Bei der Förderung der Berufsbildung handelt es sich um ein hĂ€ufig genutztes Ticket, das es erleichtern soll, Anteile auf fremden MĂ€rkten zu gewinnen; zu entsprechenden Verhandlungen ist Bundesentwicklungsminister Gerd MĂŒller erst vor wenigen Tagen in Nairobi gewesen. Am gestrigen Donnerstag hielt sich StaatsprĂ€sident Kenyatta auf einem „Business Forum Kenya“ des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) in Berlin zu GesprĂ€chen mit deutschen Unternehmern bereit. Die deutsche Aufholjagd ist eröffnet.