Bo Xilai galt bereits als aussichtsreicher Kandidat, beim anstehenden Führungswechsel im Herbst in den neunköpfigen Ständigen Ausschuss des Politbüros aufzusteigen – dem eigentlichen Zentrum der Macht in der Volksrepublik. (..)
Was den Sturz Bos aber politisch brisant macht: Er war in weiten Teilen der Bevölkerung sehr populär und stand innerhalb der chinesischen Führung für eine bestimmte Strömung – und zwar der sogenannten Neuen Linken.