Das Projekt „Review 2014“, das am heutigen Dienstag mit einer per Livestream übertragenen Auftaktveranstaltung im Auswärtigen Amt offiziell gestartet wird, begleitet die im Herbst lancierte Weltpolitik-Offensive Berlins. Im Oktober hatte zunächst Bundespräsident Joachim Gauck in einer vielbeachteten Rede „eine starke Rolle Deutschlands“ in der Welt gefordert [1], anschließend hatten rund 50 teils hochrangige Experten aus dem deutschen Außenpolitik-Establishment in einem langfristig vorbereiteten Papier mehr deutsche „Führung“ in der Weltpolitik verlangt [2]. Die kampagnenähnliche Offensive kulminierte zu Jahresbeginn in Stellungnahmen im Umfeld der Münchner Sicherheitskonferenz, in denen die Verteidigungsministerin, der Außenminister und wieder der Bundespräsident, sekundiert von Medienkommentaren, öffentlich für „entschlossenere“ deutsche Aktivitäten zur Gestaltung des globalen „Ordnungsrahmens“ plädierten – Militäreinsätze inklusive (german-foreign-policy.com berichtete.