25.08.2014 - 01:24 [ German Foreign Policy ]

Von Kurdistan nach Alawitestan

Im Gespräch sind Panzerabwehrraketen vom Typ „Milan“, die sich in Bundeswehr-Beständen finden. Wie es heißt, sollen die irakischen Kämpfer die notwendige Einweisung in den Gebrauch „in einem Nachbarland“ erhalten.[1] Nach Lage der Dinge handelt es sich wohl um die Türkei. Weiter heißt es, Italien wolle 1.000 Maschinengewehre MG42 liefern, die es einst aus der Bundesrepublik erhalten habe. Zudem werde erwogen, Sturmgewehre vom Typ „AK-47“ aus dem Fundus der bulgarischen Streitkräfte zu liefern; Bulgarien solle neue Sturmgewehre kaufen.[2] Die Waffen werden samt zugehöriger Munition laut aktuellem Planungsstand mit Bundeswehr-Maschinen in den Irak transportiert. Der Bundestag soll sich am 1. September in einer Sondersitzung mit der Thematik befassen. Darüber entscheiden darf das Parlament nicht. Jüngsten Umfragen zufolge lehnen 67 Prozent der Bevölkerung die Waffenlieferungen ab.