In der Debatte um die aktive Beteiligung des Auswärtigen Amtes am Holocaust warnen Historiker vor neuer Verharmlosung der NS-Aktivitäten deutscher Diplomaten. „Unter dem Deckmantel angeblich wissenschaftlicher Kritik“ an der Studie über die Tätigkeit des Berliner Außenministeriums zur NS-Zeit verberge sich „oft der Wunsch, (…) gegen die Nürnberger Urteile nach siebzig Jahren Revision einlegen zu wollen“, urteilt der Geschichtswissenschaftler Moshe Zimmermann.