23.04.2011 - 10:40 [ Tagesschau ]

Verwirrung um angebliche Roma-Flucht vor Paramilitärs

mehrere Roma aus Gyöngyöspata betonten im ungarischen Privatfernsehsender TV2, dass die Frauen und Kinder den Ort aus Angst vor den Rechtsradikalen verlassen hätten.

Der Darstellung einer Evakuierung widersprachen jedoch sowohl die ungarische Regierung als auch das Rote Kreuz. Regierungssprecher Peter Szijjarto erklärte, die Evakuierungsaktion des Roten Kreuzes sei nicht aufgrund einer „Notsituation“ durchgeführt worden. Es handle sich vielmehr um einen länger geplanten „Ausflug“ über das Osterwochenende. Das bestätigte Erik Selymes, geschäftsführender Direktor des Ungarischen Roten Kreuzes, der Nachrichtenagentur dpa. Seinen Angaben zufolge hatten sich die Roma am vergangenen Dienstag mit der Bitte an die Organisation gewandt, für das Osterwochenende ein Ferienlager zu organisieren. Ein Zusammenhang mit der Anwesenheit von Rechtsradikalen in Gyöngyöspata habe nicht bestanden.