10.12.2012 - 22:42 [ mdr ]

Vereine unterwandert und gut für Spitzelarbeit bezahlt

Bei einem Treffen auf einem Parkplatz eines großen Erfurter Möbelhauses habe sich dieser Mann als Mitarbeiter des Thüringer Verfassungsschutzes zu erkennen gegeben. Er habe ihn bei der Übergabe der 200-Euro-Spende gefragt, ob Trinkaus sich vorstellen könne als V-Mann für das Landesamt zu arbeiten. Trinkaus unterschrieb schließlich nach eigenen Angaben einen Vertrag mit dem Landesamt und wurde dann an seinen V-Mann-Führer abgegeben. Dieser trug den Decknamen „Lutz“.

Trinkaus beschreibt die übliche Form der Anwerbung von V-Leuten, die auch Verfassungsschützer im aktuellen NSU-Untersuchungsausschuss im Thüringer Landtag öffentlich bestätigten. Das sogenannte Referat „Forschung und Werbung“ sichtet die potenziellen Kandidaten und wirbt sie an. Ist das erfolgreich, werden die neuen Spitzel dann vom Referat „V-Mann-Führung“ übernommen.