Besonders in einer Kameradschaft, die sich dem THS angeschlossen hatte, soll die Hälfte der Mitglieder als Spitzel geführt worden sein. „Die waren fast unter sich“, sagt einer, der Einblick in die Unterlagen hatte.
Die neuen Erkenntnisse kollidieren mit den bisherigen Ermittlungen. So sagte Peter Nocken, Helmut Roewers langjähriger Stellvertreter im Thüringer Verfassungsschutz, bei seiner Befragung vor dem Untersuchungsausschuss: „Wir waren absolut blind, was die Neonazi-Szene in Thüringen angeht.“