19.06.2013 - 08:27 [ Meine Südstadt ]

Uranmunition: Der Staub der Sahara auf dem Fensterbrett

Meine Südstadt: Herr Wagner, den Einsatz von Urangeschossen bezeichnen Sie als wichtigstes Thema Ihres Lebens – warum sind die Zeitungen nicht voll davon?

Frieder Wagner: Das war ja nicht immer so. Bis Januar 2001 war das Thema europaweit in den großen Medien. Ein Monitor-Beitrag von 1999 etwa endete mit dem Kommentar, große Teile des Kosovo könnten mit abgereichertem Uran kontaminiert sein. Die Nato gibt den Einsatz von 10 Tonnen des giftigen Schwermetalls zu. Serbische Militärs, die ich besucht habe, reden hingegen von 30 Tonnen.