Am 25. März erinnerten die Staats- und Regierungschefs der verbleibenden 27 EU-Staaten bei einem Sondergipfel in Rom an die Geburtsstunde der Europäischen Union, die vor 60 Jahren mit der Unterzeichnung der Römischen Verträge durch sechs Gründungsmitglieder schlug (die britische Premierministerin Theresa May blieb jetzt – folgerichtig – den Feierlichkeiten in Rom fern, weil das Vereinigte Königreich im Juni vergangenen Jahres per Referendum mehrheitlich für einen Austritt aus der EU gestimmt hatte).
Der Sondergipfel zum 60. Jahrestag der Römischen Verträge legte nun Leitlinien für die Entwicklung der Gemeinschaft in den kommenden zehn Jahren fest. In der Abschlusserklärung heißt es unter anderem, die Europäische Union stehe „vor nie da gewesenen Herausforderungen auf globaler und nationaler Ebene“. Regionale Konflikte, Terrorismus, wachsender Migrationsdruck, Protektionismus sowie soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten seien nur gemeinsam zu bewältigen.