Es ist erstaunlich, wie still es um dieses Land geworden ist, nachdem Matteo Renzi am 4. Dezember 2016 sein Verfassungsreferendum krachend verloren hatte. Renzi hatte das Referendum zu einer Schicksalsfrage stilisiert: „Entweder gewinne ich oder es kommt der Untergang.“ Renzi verlor, er trat als Premier zurück – der Untergang kam nicht. Es kam, was die Italiener la palude nennen – der Sumpf. In ihm versinkt man langsam, aber unerbittlich.