(02.01.2013) Bei vielen, allzu vielen, zeigt das immer noch Wirkung. Nun zur Umschreibung der angewandten Taktik der Invasoren (und der sie unterstützenden Kräfte). Sie ist denkbar simpel.
– Zivilisten im eigenen Machtbereich / Einflussbereich umbringen, gerade wenn man sich zurückziehen muss oder es wegen öffentlich wirksamen Berichten (z.B. der U.N.O.) punktgenau effektiv ist
– die Morde, Attentate und Massaker dem Regime anhängen, was in Agonie befunden ist und sich nicht einmal dagegen wehrt
– die Lügen über Informationskontrolle in die Schlagzeilen bringen, vor allem in die TV-Abendnachrichten.
Dazu zwei Versionen, die ich hier mal in den Raum stelle.
Version 1:
Nachdem zu Beginn der syrischen Demokratiebewegung klar wurde, dass ein Großteil der syrischen Bevölkerung schlicht passiv blieb (und damit das Regime stabilisierte), gingen die interventionistisch-imperialistischen Invasoren schlicht dazu über auf die bis zu diesem Zeitpunkt friedlichen Demonstrationen zu feuern. Entsprechende Scharfschützen postierte man so, dass sie nicht zu lokalisieren waren. Anschließend schob man es dem Regime in die Schuhe, was an einer blutigen Eskalation von aussichtslosen Protesten stigmatisierter Dissidenten überhaupt kein Interesse haben konnte. Dies wurde solange fortgesetzt, bis die öffentliche Meinung (im eigenen Hinterland der kriegführenden Staaten) eine Intervention eigener bewaffneter irregulärer und/oder Sonder-Einheiten akzeptierte, die unter dem erfundenen Märchen einer “freien Armee” voller blitzkrieggeläuterter Überläufer des Regimes operierten.
Version 2 (mit Version 1 kombinierbar):
(Kollaborierende) Kräfte des syrischen Regimes schießen auf die Demonstrationen, ansonsten Szenario 1. Säße ich in Damaskus im Regime, würde ich als erstes fragen wer von Anfang an Gnadenlosigkeit und Blutvergießen gegenüber den eigenen Landsleuten, Dissidenten und Demonstranten forderte und propagierte. Genau in den Reihen dieser vermeintlichen Superpatrioten sitzen die Kollaborateure und Spione.