„East StratCom“: Die Europäische Union startet gleichermaßen Initiativen. So hat Brüssel einen „Aktionsplan zu strategischer Kommunikation“ vorgelegt, um „Desinformationsaktivitäten von externen Akteuren“ zu konterkarieren.[11] Die Anstrengungen sollen sich dem Dokument zufolge „vor allem auf die Entwicklung von positiven und effektiven Botschaften zur EU-Politik in der Region konzentrieren“ und dabei insbesondere die erhebenden Wirkungen der EU auf das tägliche Leben der Menschen hervorheben, um so den Brüsseler Botschaften zu größerer Popularität zu verhelfen. Die Koordination der einzelnen medialen Maßnahmen obliegt dabei Fachkräften für strategische Kommunikation, dem sogenannten „East StratCom Team“. Die EU will dabei auch härter gegen „negative“ Botschaften „externer Akteure“ vorgehen; dies richtet sich gegen russische Sender wie „Sputnik“ und „Russia Today“. Dabei ist davon die Rede, „das regulative Umfeld zu stärken“, um „den aktuellen Herausforderungen gerecht zu werden“.[12]
EED-Aktivitäten
Parallel dazu hat das von den EU-Staaten und Brüssel finanzierte „European Endowment for Democracy“ (EED), dessen Exekutiv-Komitee der bundesdeutsche Europaparlamentarier Alexander Graf Lambsdorff (FDP) vorsitzt, Vorschläge zur Minimierung des russischen Einflusses in Osteuropa erarbeitet. Sie umfassen unter anderem die Einrichtung eines Medienpools und einer Distributionsplattform für russischsprachige Medienbeiträge, den Aufbau einer „content factory“ durch Sender mehrerer Länder sowie die Schaffung eines Exzellenz-Centers zur Professionalisierung der journalistischen Arbeit.