15.10.2011 - 11:38 [ Neue Züricher Zeitung ]

«Staatstrojaner» im Fall Stauffacher eingesetzt

Wie Recherchen der NZZ zeigen, stellte die Digitask ein Mietgerät mit Spezialsoftware zur Verfügung. Dafür stellte die Gesellschaft 26‘000 Euro in Rechnung. Aus den Verfahrensakten gegen Stauffacher – sie musste sich Ende September wegen Sprengstoff- und Brandanschlägen vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona verantworten – sei diese Rechnung mitsamt den Angaben zum Mietgerät entfernt worden, sagt Stauffachers Anwalt Marcel Bosonnet. Die Dokumente seien in einem verschlossenen Kuvert mit dem Hinweis «darf nur vom Richter geöffnet werden» im Tresor der Bundesanwaltschaft deponiert worden. Als Miet-Zeitraum für das Digitask-Gerät wird laut Bosonnet die Periode vom 17. Januar 2008 bis zum 16. April 2008 angegeben.