Schamlos erklärt Gabriel, dass er für die „Aufgestiegenen“ in der Gesellschaft spricht. „Die Mehrheit von uns hat auch ihren gesellschaftlichen Aufstieg gemacht“, schreibt er im Spiegel, und lebe nicht mehr in den Stadtteilen, in denen ein Großteil der SPD-Wähler wohne.
Dann macht er sich über diejenigen lustig, die von der SPD eine Linksentwicklung erwarten. „Wenn ich mir mehr ‘rot’ wünsche, dann meine ich damit nicht in erster Linie die manchmal schon folkloristisch anmutende Debatte darüber, ob die SPD ‘linker’ werden solle“, schreibt er und fügt hinzu, das erschöpfe sich schnell in „klassischen instrumentellen Fragen nach Umverteilung“. Es gehe aber nicht um Umverteilung sondern um Identität. Gabriels Farbe ist das Blau der AfD.