Als ob es bei der Frage des politischen Gestaltungsspielraums um Vernichtungskriege und Völkermord ginge. Übersetzt hieße das doch: Besser nichts oder möglichst wenig politisch gestalten, sonst droht ein neuer Hitler. Ist es – auch in der historischen Betrachtung – aber nicht genau umgekehrt: Dass der mangelnde politische Gestaltungsspielraum und Gestaltungswillen, die politische Vernachlässigung des sozialen Zusammenhalts, das Potenzial für Unfrieden, politischen Extremismus und Tyrannen in sich tragen?