(4.September 2007) “Die gegenwärtige Stunde kann für uns nicht im Zeichen der Worte stehen, ihr einziges, ihr beherrschendes Gesetz ist das der raschen, aufbauenden und rettenden Tat. Und diese Tat kann nur geboren werden in der Sammlung.
Die (..) Partei, die den großen Sammlungsgedanken schon seit langem und trotz aller vorübergehenden Enttäuschung mit Nachdruck und Entschiedenheit vertreten hat, setzt sich zu dieser Stunde, wo alle kleinen und engen Erwägungen schweigen müssen, bewusst und aus nationalem Verantwortungsgefühl über alle parteipolitischen UND SONSTIGEN GEDANKEN HINWEG…
Im Angesicht der brennenden Not, in der Volk und Staat gegenwärtig stehen, im Angesicht der riesenhaften Aufgaben, die der (..) Wiederaufbau an uns stellt, im Angesicht vor allem der Sturmwolken, die in (..) und um (..) aufzusteigen beginnen, reichen wir von der (..) Partei in dieser Stunde allen, auch früheren Gegnern, die Hand, um die Fortführung des nationalen Aufstiegswerkes zu sichern.”
Mit diesen Worten gab der Prälat Ludwig Kaas, Vorsitzender des katholischen Zentrums, am 23.März 1933 vor dem deutschen Reichstag mit dem “Ja” seiner Partei zum “Ermächtigungsgesetz” dem von nun an obersten Exekutiv- und Legislativbevollmächtigen Adolf Hitler das Schicksal und das Leben von Millionen in die Hand.