Die Benennung Clemens Binningers zum Vorsitzenden des Parlamentarischen Kontrollgremiums (PKG) war von vornherein eine schwierige Besetzung. Ein Vorsitzender des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses, der unter anderem auch die Versäumnisse der Parlamentarischen Kontrolle der Geheimdienste aufklären soll, kann schwer zeitgleich Vorsitzender beider Gremien sein.
Die von Binninger angeführten Argumente für seinen Rücktritt sind allerdings unschlüssig. Der Versuch, der Opposition dafür, dass sie ihrem Aufklärungs- und Kontrollauftrag nachkommt, die Schuld für den Rücktritt zuzuschieben, ist schlicht absurd. Schließlich war es nicht die Opposition, die Binninger zum Rücktritt bewegte, sondern ganz offenbar ein massiver Druck aus der Fraktionsführung der Union und dem Bundeskanzleramt.