Mit aufwendigen Werbekampagnen sucht die Bundeswehr permanent nach geeignetem Militärpersonal. Dass dieses rar ist, zeigt sich auch am umfangreichen Einsatz privater Sicherheitsdienste, die mit rund 4.500 Personen die Liegenschaften der Bundeswehr bewachen. Das Verteidigungsministerium lässt sich diesen Schutz jährlich mehr als 230 Mio. Euro kosten.
An anderer Stelle wird das Bundeswehrpersonal jedoch großzügig eingesetzt. Rund 1.000 Mannschaftssoldaten leisten ihren Dienst als Servicekräfte, unter anderem in 189 Offizier- und Unteroffizierheimgesellschaften. Hier sitzen die hohen Militärs zu Tisch und feiern Feste – und lassen sich von den Ordonnanzen bekochen und bedienen. Auch Unteroffiziere können halbtags als Ordonnanz tätig werden – sie fungieren dann zum Beispiel als Geschäftsführer in den Heimen.
Der Einsatz als Ordonnanz geschieht zwar freiwillig und wird offiziell als soldatische Nebenfunktion deklariert. Dieser Service wird jedoch während der regulären Arbeitszeit geleistet, nachdem die Soldaten zuvor ihre militärische Fachausbildung abgeschlossen haben.