Es war die wohl letzte Möglichkeit für einen Abgang in Würde. Doch Hosni Mubarak will von einem vorzeitigen Rücktritt nichts wissen. Nun erhöht US-Präsident Obama den Druck.
Bei der Fernsehansprache von Präsident Hosni Mubarak warteten auf dem Kairoer Tahrir-Platz und andernorts in Ägypten Millionen von Menschen auf ein Wort, auf den einen Satz……
Mubarak, sagte Obama, sehe ein, dass der Status quo nicht mehr zu halten sei. Mubarak akzeptiere auch, dass der Wandel nicht mehr aufzuhalten sei. Was Obama aber unausgesprochen im Raum stehen liess, war die deutliche Empfindung, dass Mubarak die Chance auf einen Abgang mit Würde vergeben habe. Dabei hatte er eigens den früheren US-Botschafter in Kairo, Frank Wisner, als Sondergesandten nach Ägypten reisen lassen. Wisner sollte Mubarak, mit dem er befreundet ist, klar machen, dass seine Zeit an der Macht abgelaufen sei.