Am kommenden Sonntag, dem Nationalfeiertag des 15. März, will die Oppositionsbewegung nicht weniger als eine neue Republik gründen und neben Großdemos auch landesweit Runde Tische installieren, die über ein Ungarn nach Orbán nachdenken – und es umsetzen sollen. Die Generalprobe am 8. März fiel jedoch bescheiden aus, das Volk ist skeptisch und protestmüde.(…)
Was die Demonstranten besonders aufregt: dass die Staatsanwaltschaft – und alle anderen Kontrollorgane – fast alle Ermittlungen im Fidesz-Umfeld entweder passiv vermeiden oder sogar aktiv verhindern. Im Fokus hier: Péter Polt, der von Orbán eingesetzte Generalstaatsanwalt, dem „Blindheit auf dem rechten Auge“ vorzuwerfen ist und der den Beleg dafür abgibt, dass bei „Orbán Staatsübernahme kein Platz für unabhängige Institutionen ist“.