Bei neuen Protesten gegen den jemenitischen Präsidenten Ali Abdullah Salih sind am Mittwoch in der westlichen Hafenstadt Hodeida 120 Menschen verletzt worden. Sicherheitskräfte und bewaffnete Regimeanhänger gingen mit Schlagstöcken, Tränengas und auch scharfer Munition gegen die Gegner des Staatschefs vor, berichteten Augenzeugen. Die Demonstranten hatten ihren Protest in der Stadt zuvor zu einer Sitzblockade ausgeweitet.
Seit Wochen verlangen Tausende Demonstranten im ganzen Jemen den Rücktritt Salihs, der seit 32 Jahren über das Land im Süden der arabischen Halbinsel regiert. Rund 30 Demonstranten wurden bislang von Sicherheitskräften und bewaffneten Regimeanhängern getötet und Hunderte weitere verletzt.