Am Montag hat nun Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen in Berlin Gespräche mit ihrem angolanischen Amtskollegen João Manuel Gonçalvez Lourenço geführt. Wie das Ministerium mitteilt, habe man „über die Ausgestaltung der deutsch-angolanischen Beziehungen im Bereich der Verteidigung“ debattiert und eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Sie sieht einen regelmäßigen Austausch vor: „das Führen von Gesprächen auf der Ebene der Verteidigungsministerien sowie die gegenseitige Teilnahme an Seminaren“.[9] Auf dem Reiseplan des Ministers standen zudem Besuche an mehreren Standorten der Bundeswehr sowie bei mehreren Rüstungskonzernen – darunter „Airbus Defence and Space“ und die Bremer Lürssen-Werft. Die angolanischen Militärausgaben haben sich seit 2008 fast verdoppelt und liegen dieses Jahr bei 5,2 Milliarden US-Dollar. Sucht Berlin Luanda politisch für seine „Ordnungs“-Vorstellungen in Afrika zu nutzen, so strebt die deutsche Rüstungsindustrie ihrerseits danach, einen Teil des angolanischen Rüstungsetats in ihre Kassen zu lenken.