(28.3.2011) Als dann vor ein paar Wochen gleichzeitig die Vorbereitungen für den Angriffskrieg gegen Libyen begannen und die Atomaffäre in Fukushima losbrach – bei der bis heute niemand fragt, wer eigentlich der Einsatzleiter bei den desaströsen „Rettungsarbeiten“ vor Ort ist – riss Kretschmann bei gemeinsamen Wahlveranstaltungen mit dem völlig überforderten SPD-Spitzenkandidaten Nils Schmid dessen Arm so hoch, dass man um die Gelenke des SPD-Wendehalses regelrecht Angst bekam. Fast hörte man es flehentlich aus Kretschmanns Kehle krächzen: „Wählt Julia, nicht mich“, als ob der Wähler ihn regelrecht zum Amt des Ministerpräsidenten foltern müsse.
Nun, genau das ist jetzt geschehen. Der Oberkatholik kann nicht mehr raus. Jetzt muss er Ministerpräsident werden und kann sich nicht mehr verstecken.
Renate Künast meldete sich heute promt zu Wort und warf sich wieder flehentlich in die Ruder: um Gottes Willen, nicht, nein, nein…
„SPD-Regierungschef Klaus Wowereit will in Berlin die Sozialdemokraten keinesfalls in der Rolle des Juniorpartners sehen. Auch eine Zusammenarbeit mit der CDU schloss Künast nicht generell aus.“