(12.12.2009) Die Bundesregierung, Generalinspekteur Schneiderhan, das Verteidigungsministerium, sowie “mit der Koordination der Geheimdienste beauftragte Regierungsvertreter” folgten “vor und nach dem umstrittenen Luftangriff bei Kundus am 4. September” einer im Juli insgeheim beschlossene neuen “Eskalationsstrategie” in Afghanistan. Das berichtet die Leipziger Volkszeitung in einer neuen Pressemitteilung, die sich auf Informationen aus dem Militär, sowie vertrauliche Regierungsdokumente stützt.
Mit im Boot: die CIA. Wie die Zeitung mitteilt , waren die deutsche Auslandsspionage “Bundesnachrichtendienst” (BND), sowie das “Kommando Spezialkräfte” (KSK) “in Abstimmung” mit der US-Auslandsspionage “in die Entscheidungsstrukturen einbezogen”. Bei der im Juli, nur Monate vor der Bundestagswahl, “vom seinerzeit amtierenden Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan den Offizieren vorgegebenen Eskalationsstrategie” sei es “auftragsgemäß auch im Bedarfsfall um die gezielte Liquidierung der Führungsstruktur der Taliban” gegangen.