(5.2.17) Erst Ende Dezember 2016 erhob die Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Rio de Janeiro eine weitere Klage gegen das dortige Thyssenkrupp-Stahlwerk. Darin warf sie dem Konzern vor, der mittlerweile wegen Korruption in Haft sitzende Ex-Gouverneur Sérgio Cabral habe im Jahr 2010 dem Werk widerrechtlich eine Sondergenehmigung zur Inbetruebnahme des zweiten Hochofens erteilt. Die CO2-Emissionen seien seitdem im gesamten Stadtgebiet von Rio de Janeiro um 72 Prozent angestiegen. Thyssenkrupp versuche sich durch den Verkauf des ursprünglich 5,9 Milliarden Euro teuren Komplexes der Verantwortung zu entledigen, so Markus Dufner, Geschäftsführer des DKA.