Jung und Wellmann benennen in dem Papier ausdrücklich ihre Vorstellungen von der Zukunft der Ukraine. „Das Land ist potenziell für Investoren sehr interessant“, heißt es in dem Dokument: Es habe „ein großes technologisches Potenzial, gut ausgebildete Facharbeiter und Ingenieure und wichtige Bodenschätze“.[9] Als möglicher Niedriglohnstandort der Zukunft werde die Ukraine von deutschen Firmen durchaus wahrgenommen, berichtet der Ukraine-Experte Reinhard Lauterbach: Der Automobilzulieferer Leoni denke laut Insidern mittlerweile über die Rückverlagerung von Produktionsstätten aus China in die Ukraine nach.[10] Einer profitablen Verallgemeinerung dieses Modells stehen allerdings noch der Bürgerkrieg und die Herrschaft der Oligarchen entgegen.