Der Mitteilung des Aktionsnetzwerks kann ich nur zustimmen. Die Gewalt ging von den staatlichen Organen aus. Es kann nicht sein, dass Bewohnerinnen und Bewohner, deren Wohnungen innerhalb des „Aufmarschgebietes“ lagen, durch Polizeigitter eingzäunt werden. Für diese gab es keine Möglichkeit, die Umzäunung normal zu verlassen, vielmehr mussten sie, unabhänig von ihrem Alter und ihrer körperlichen Verfasstheit durch die Gitter klettern. Auf die Nachfrage, wass passiert, wenn jemand in der Umzäunung einen Herzinfarkt hat, wurde seitens der Polizei geantwortet: “ Da haben sie Pech gehabt.“ Eine Zufahrsmöglichkeit für Rettungskräfte war nicht vorgesehen.
Leider ist es eine alte Erfahrung, dass Gewalt oft Gegengewalt hervorruft. Die Stadtverwaltung muss sich fragen lassen, für wen sie künftig da sein will. Es muss endlich wieder möglich sein, dass den Bürgerinnen und Bürgern dieser Stadt die Möglichkeit des zivilen Ungehorsams gegeben ist. Es muss aufhören, dass wegen 200 – zumeist von außerhalb Zugereisten – die Stadt defakto in einen Ausnahmezustand durch Verwaltung und Polizei gesetzt wird.