Indien, das einer der größten Empfänger deutscher Klimaschutzzuwendungen ist (bislang 550 Millionen Euro, die auf eine Milliarde Euro erhöht werden sollen), wird von Berlin zum Abschluss eines umfassenden Freihandelsabkommens gedrängt. Der Subkontinent sei „für deutsche Unternehmen sehr interessant“, hieß es in deutschen Leitmedien Mitte 2017 anlässlich einer Berlin-Visite des indischen Premiers Modi.[5] Vom Wegfall von Handelshemmnissen in Indien würden vor allem deutsche Autohersteller und Maschinenbauer profitieren: Deutschland könne „in diesem Fall mit einem um jährlich 4,6 Milliarden Euro höheren Bruttoinlandsprodukt kalkulieren“. Ökologische Symbolpolitik flankiert demnach den Einsatz für ökonomische Interessen Berlins.