Wenn Angela Merkel an diesem Freitag die Ministerpräsidenten im Kanzleramt empfängt, so will sie damit vor allem eines erreichen: Konsens für die Energiewende. Über die Bundesregierung hinaus sollen die Länder in den zügigen Ausstieg aus der Kernkraft und den forcierten Ausbau erneuerbarer Energien einbezogen werden. Damit zielt die Bundeskanzlerin über die eigene Koalition hinaus. Vor allem die von SPD und Grünen regierten Länder sollen ins Boot geholt werden – und damit natürlich die Opposition im Bund.
Im Vorfeld der Gespräche jedenfalls zeigt die Seite der SPD-Länder sich höchst unzufrieden.
Zum einen gibt es Verstimmung über den Termin. Kurt Beck, Regierungschef von Rheinland-Pfalz und Koordinator der so genannten A-Länder, also der SPD-geführten Länder, kann an der Runde im Kanzleramt nicht teilnehmen.
Er muss gemeinsam mit dem Bundespräsidenten die Bundesgartenschau in Koblenz eröffnen.