Wie das in Bonn beheimatete Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) mitteilt, arbeitet es zur Zeit im Auftrag des Bundesinnenministeriums am Aufbau einer „Medizinischen Task Force“ (MTF) für Notstands- und Kriegssituationen. Vorgesehen ist laut BBK die Implementierung von 61 über das gesamte Territorium der BRD verteilten „MTF-Einheiten“[1], die bei einem „Massenanfall von Verletzten“ unter den Bedingungen weitgehend „zerstörter Infrastruktur“ verschiedene „überörtliche Hilfeleistungen“ erbringen sollen [2]. Dazu zählen unter anderem die „Dekontamination“ von Patienten, die mit nuklearen, biologischen oder chemischen Giftstoffen in Berührung gekommen sind, sowie die Einrichtung einer „Sichtungsstelle“ vor einem Krankenhaus, um die Schwere der vorliegenden Schädigungen gemäß den Behandlungschancen zu kategorisieren.[3] Explizit nimmt das BBK dabei Bezug auf mögliche Angriffe feindlicher Kombattanten („Terroristen“) im Inland: Der Einsatz der MTF orientiere sich an einem „Gefahren- und Schadensbild“, das „einem Verteidigungsfall heutiger Art und Prägung entspreche“ und „in Fällen asymmetrischer Konflikte zu erwarten“ sei, heißt es.[4]