(01.September 2009) Frank Steinmeier ist aber kein mutiger Verlierer. Er kriegt es anscheinend nicht mal mehr mit, was er da redet, geschweige denn was er da tut. Als Kollege Franz Münteferings, Vorsitzender eines politischen Ein-Mann-Bestattungsunternehmens mit immerhin noch 500.000 Kunden, macht er im Augenblick so ein bisschen auf Saalsprecher; es wird verkündet die versprochene Vorstellung fange erst am nächsten Tag an, aber man solle doch einfach an die leere Leinwand gucken und sich was einbilden. Es hat tatsächlich den Anschein, als hätte die SPD von Helmut Schmidt gelernt. Heute könnte man sagen: “Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen und sich dagegen dann die SPD verschreiben lassen.”
Auf den billigen Plätzen gilt es wieder einmal Sitz zu machen und die Schauze zu halten. Ab und zu dringt ein leises Wimmern durch die Reihen, was schnell unterdrückt wird.
Warten auf den Tauchgang.