SZ: Die Bahn sollte per Stresstest nachweisen, dass der neue Bahnhof um 30 Prozent leistungsfähiger ist als der alte. Zu diesem Zweck sollen Computersimulationen gemacht werden. Ist denn die Stresstest-Firma SMA von der Bahn überhaupt mit den richtigen, unumstrittenen Daten gefüttert worden?
Geißler: Niemand kann Interesse an einem Pfusch haben. Ein gutes Ergebnis ist aber logischerweise nur dann möglich, wenn über das Verfahren Einigkeit erzielt worden sind. Wir haben vereinbart, dass im Stresstest „anerkannte Standards des Bahnverkehrs“ etwa für Zugfolgen und Haltezeiten angewendet werden müssen. Darüber muss Klarheit und Einigkeit bestehen, sonst hat das Ganze gar keinen Sinn.