(12.11.2013) In den frühen Morgenstunden am Sonntag, dem 10. November, sind in Genf die Verhandlungen über eine Lösung des Streits um das iranische Atomprogramm ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Die Enttäuschung über den Ausgang der Gespräche zwischen Vertretern des Irans und der Gruppe P5+1 – die fünf ständigen (permanent) Mitgliedsstaaten im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen, also China, Frankreich, Großbritannien, Rußland und die USA, plus Deutschland – ist groß, denn an den ersten Verhandlungstagen am 7. und 8. November sah alles nach einem Durchbruch aus. Am 8. November war sogar US-Außenminister John Kerry extra an den Genfer See gereist, um unter Vermittlung von Baronin Catherine Ashton, der Hohen Vertreterin der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik, zusammen mit seinem iranischen Amtskollegen Mohammad Javad Zarif den sich abzeichnenden Deal unter Dach und Fach zu bringen. Doch dazu ist es nicht gekommen. Frankreich in Form von Außenminister Laurent Fabius hat „Bedenken“ angemeldet und sozusagen in letzter Minute eine Einigung sabotiert. Es gibt starke Hinweise, daß Paris seine Haltung in dieser Frage mit Israel abgestimmt bzw. von Tel Aviv hat leiten lassen.