Der Ton wird rauer, und den Teilnehmer/inne/n an den laufenden Arbeitskämpfen bläst ein eiskalter Wind ins Gesicht. Besonders scharf trifft es die Streikenden bei der französischen Eisenbahngesellschaft SNCF, die seit dem Dienstag letzter Woche (10. Juni 14) im Ausstand sind. Währenddessen stehen die ebenfalls stark zu Streiks und Demonstrationen mobilisierten intermittents du spectacle – die prekär Beschäftigten des Kulturbetriebs, ohne die das französische Kulturleben zusammenbrechen würde – ein wenig im Windschatten der medialen und politischen Mobilmachung. Während die seit zwei Jahren amtierende sozialdemokratische Regierung in Frankreich ihre allererste massive „soziale Kraftprobe“ durchläuft, werden alle Kräfte darangesetzt, die Streikteilnehmer zu isolieren, zu diffamieren und in die Defensive zu treiben.