Die Giftwirkung (Fluorose) beruht teils auf der AusfĂ€llung des vom Stoffwechsel benötigten Calcium als Calciumfluorid, teils aus der Wirkung als Protoplasma- und Zellgift, das bestimmte Enzymsysteme und die Proteinsynthese hemmt. Sie Ă€uĂert sich in SchĂ€digungen des Skeletts, der ZĂ€hne, der Lungenfunktion, der Haut und in Stoffwechselstörungen.
Bei oraler Aufnahme erfolgt eine schnelle und nahezu vollstĂ€ndige Resorption löslicher Fluoride ĂŒber die Magenschleimhaut, da die Salze durch die SalzsĂ€ure des Magens Fluorwasserstoff bilden. Akute Symptome sind starke Schmerzen in Magen und Darm und hinter dem Brustbein, KrĂ€mpfe, Bewusstlosigkeit und schwere Stoffwechselstörungen. Fluorwasserstoff verursacht ebenfalls starke VerĂ€tzungen bis zur Zerstörung von Zellen.
Als Antidot bei Fluoridvergiftungen dient Calciumgluconat.[5][6] Als Erste-Hilfe-MaĂnahme sind auch andere calciumhaltige Mittel wirksam; beispielsweise kann es helfen, Milch zu trinken, um damit die Resorption der Fluoridionen zu hemmen