19.10.2011 - 15:03 [ Spiegel ]

Experten entdecken zweiten Staatstrojaner

Der Geheimdienstkoordinator im Kanzleramt, Günter Heiß, sagte vor einer Woche den „Stuttgarter Nachrichten“, die Landeskriminalämter würden „multifunktionale Rohlinge“ bei einschlägigen Anbietern einkaufen. Diese Rohlinge hätten weit mehr Fähigkeiten als rechtlich zugelassen. „Jedes Spähprogramm wird dem System angepasst, welches die Behörden penetrieren wollen“, sagte Heiß. „Es gibt also nicht diesen einen Trojaner, der immer zum Einsatz kommt, alles kann und deshalb rechtswidrig ist.“

Eine Anfrage dazu, auf welche Ermittlungsbehörden sich diese Aussagen beziehen, beantwortet das Bundeskanzleramt so: „Den Ausführungen von Herrn Heiß gibt es nichts hinzuzufügen.“