Bei ihren Aktivitäten zur „Transformation“ des Justizsektors in den südkaukasischen Staaten stützt sich die GIZ nach eigenem Bekunden auf den von der Bertelsmann-Stiftung entwickelten „Bertelsmann Transformation Index“ (BTI). Dieser beurteilt nationale Eliten weltweit nach ihrer Eignung, „Demokratie und Marktwirtschaft“ in ihren jeweiligen Gesellschaften durchzusetzen (german-foreign-policy.com berichtete [8]). Erklärtes Ziel des „BTI-Projekts“ ist dabei, die „Außenunterstützung des Systemwandels (zu) optimieren“, wie es in einer Selbstdarstellung heißt.[9] Analog zur Rekrutierung von „Transformation Lawyers“ aus den Ländern des südlichen Kaukasus unterhält die GIZ gemeinsam mit der Bertelsmann-Stiftung ein Netzwerk sogenannter Transformation Thinkers – ihres Zeichens „junge Führungskräfte“ aus Entwicklungsländern und den Nachfolgestaaten der Sowjetunion, „die den Übergang zu Demokratie und Marktwirtschaft zu ihrem persönlichen Anliegen machen“.