So muss man als entscheidende Beobachtung für die Bilanz des Rechtsrucks festhalten, dass die linken Parteien, früher die SPD allein, und heute die SPD und die Grünen und einige Elemente der Linkspartei schon gar nicht mehr versuchen, eine politische Alternative zum Neoliberalismus zu formulieren und schon gar nicht versuchen, diese Alternative geistig und weltanschaulich und mit einer Wertorientierung zu unterfüttern. Egoismus und „jeder ist seines Glückes Schmied“ ist auch ihre Ideologie, mit kleinen Variationen. Sie haben schon in den neunziger Jahren und nachdrücklich im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrhunderts ihren Willen zur fortschrittlichen Gestaltung unseres Landes aufgegeben – mit wenigen Ausnahmen, das betraf meist die Homo-Ehe oder etwas ähnliches und die Rechte der Frau. Lauter wichtige Sachen, aber sie sind nicht entscheidend für die Prägung einer linken Alternative. Sie haben den Willen zur Gestaltung unserer Gesellschaft im fortschrittlichen Sinne aufgegeben.